Traumreise durch die Zirkuswelt
Der Jugend Circus Basilisk feierte am Samstag mit seinem neuen Programm Premiere

Die Basilisken nehmen ihr Publikum mit auf eine Reise zu geheimnisvollen Nachtelfen, feurigen Strassenjungs und fliegenden Traumgestalten.

Die Reise beginnt im Flugzeug. Zwei Stewardessen heissen das Publikum an Bord von Basilisk-Air willkommen, während ein Clown seine übergrosse rote Latzhose gegen ein Hawaii-Hemd tauscht und sein Köfferchen packt. Die «Traumreise», wie das 41. Programm des Jugend Circus Basilisk heisst, kann losgehen. Sie führt das Publikum zuerst ins Paris des 19. Jahrhunderts, in die schillernde Welt des französischen Cancan. Die Artistinnen und Artisten legen eine rasante Stepptanznummer auf das Parkett der Manege und strahlen dabei um die Wette.

Rund 50 Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren haben die Traumreise im vergangenen Jahr geplant und einstudiert. Ein Erzähler im Glitzerjacket führt die Zuschauer nach Paris, zu coolen Strassenkindern, in einen geheimnisvollen Wald und in eine Fantasiewelt voller Fabelwesen. Mit viel Liebe zum Detail und einer grossen Portion Begeisterung entführen die Basilisken ihr Publikum in die Glitzerwelt des Zirkus, wo flapsige Clowns durch die Manege stolpern, Artistinnen durch die Luft fliegen und wagemutige Jongleure das Spiel mit dem Feuer wagen.

Atemberaubend. Himmlisch wird es, als sich Basilisken im Sternchendress scheinbar mühelos um vom Zeltdach herunter- hängende Tücher räkeln. Als sich einige plötzlich aus schwindelerregender Höhe fallen lassen, stockt dem Publikum der Atem – das geschieht an diesem Abend gleich mehrmals. So zum Beispiel auch, als ein Paar auf dem Trapez eine Nummer zeigt, die man sich ohne Weiteres auch in der Manege eines grossen Zirkus vorstellen könnte. Erst als die beiden Artisten wieder sicheren Boden unter den Füssen haben, verrät ihr glückliches Strahlen, dass hier keine Vollprofis, sondern jugendliche Zirkusliebhaber am Werk sind. Dann führt die Reise das Publikum in die Welt goldener Gestalten, die nur alle 1000 Jahre zum Leben erwachen, wie der Erzähler zu berichten weiss. Sie zeigen, was man im Handstand alles anstellen kann und formen sich zu immer neuen Menschenpyramiden.

Feurig. Nachdem der Flug mit Basilisk-Air die Zuschauer durch einen märchenhaften Wald geführt hat, macht er halt bei drei Strassenkindern. Bei diesen coolen Jungs geht es heiss zu und her: In einer rasanten Choreografie jonglieren sie mit brennenden Keulen und zaubern so leuchtende Figuren in die Luft.

Plötzlich erklingt süsse Spieldosenmusik – vier Kinder und Jugendliche drehen sich wie eine Spieldosenfigur ruhig um ihre eigene Achse. Doch was scheinbar harmlos und gemütlich beginnt, steigert sich bald zu einer Partnerakrobatiknummer. Die Basilisken stellen sich im Kopfstand auf die Füsse ihrer Partner und hieven sich dann in immer neue Posen.

Doch wie jede andere schöne Reise geht auch diese irgendwann zu Ende. Die Maschine der Basilisk-Air lässt die Traumwelt hinter sich und landet wieder auf der Basler Rosentalanlage. Die adretten Stewardessen entlassen ihre Gäste in ihren Alltag – zusammen mit der Erinnerung an einen ganz besonderen Flug.

Die Basilisken gastieren noch bis am 7. Juli auf der Basler Rosentalanlage. > www.circusbasilisk.ch

© Basler Zeitung/Nicole Stocker